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esg in banken – alles im grünen bereich?

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Die deutschen Banken befinden sich derzeit in einer Transformationsphase, die sowohl »Goldgräberstimmung« als auch Verunsicherung mit sich bringt, getragen von der Notwendigkeit, sämtliche Prozesse im Kreditgeschäft neu auszugestalten, um den Anforderungen einer nachhaltigen Gesellschaft gerecht zu werden.
Foto Joerg Eigendorf Deutsche Bank Mario Andreya

Diese Herausforderung betrifft Unternehmen aus allen Branchen und Größen und stellt die Kreditinstitute damit vor eine Reihe zentraler Fragen: Im Vordergrund stehen dabei die Risiken im Kreditgeschäft: Wie schnell sind die für die Bewertung notwendigen Daten verfügbar und wie ändern sich Kundenbonitäten? Welche regulatorischen Vorgaben in Bezug auf ESG-Themen werden potenziell eingeführt, um einheitliche Standards zu schaffen? Aber auch Kundengespräche werden künftig anders gestaltet sein, um die neuen Anforderungen der ESG-Kriterien zu berücksichtigen. Hier sind Kompetenz und Erfahrung gefragt – und damit auch eine erfolgreiche Weiterbildung der Mitarbeitenden –, um Kunden umfassend beraten zu können. Nicht zuletzt ist diese Transitionsphase eine Chance, die Nachhaltigkeit der Banken selbst neu zu denken, eigene Prozesse und Produkte auf Sustainability auszurichten. 

Dazu gehört auch die Gewinnung und Bindung von Nachwuchskräften, denn die jungen Talente legen besonderen Fokus auf Nachhaltigkeit und erwarten von ihren Arbeitgebern eine entsprechende Vision – eine Gelegenheit für die Banken, ihre Arbeitgeberattraktivität erhöhen. Die Umstellung auf ein nachhaltiges Kreditgeschäft erfordert somit ein weitgehendes Umdenken in der Bankenbranche.

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 » Das ›E‹ ist auch eine tiefgehende soziale Frage. Wenn wir nicht schnell handeln, ist das auch eine Gefahr für unsere Demokratie. «

DR. JÖRG EIGENDORF

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