culture was the secret sauce that made this place great

ikf°

rückblick
impulse
09 und 10

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ikf impulse 09+10
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Zwei Veranstaltungen des ikf° über die Zukunft des Banking. Zum einen bei impulse 09 die Frage, inwieweit Unternehmenskultur wie in vielen anderen Branchen ein zentraler Faktor für das Management von Werten, Innovationen und Branding einer Bank sein kann, wie man den schlechten Ruf des Banking verbessern kann, welche Mechanismen verlässlich und langfristig Incentives für eine gelebte Unternehmenskultur geben können und wie diese nicht nur Firmenkultur und Marke beleben, sondern auch sehr handfest finanzielle Vorteile zeitigen können, im Krieg um die besten Köpfe und um die Kunden von morgen. Zum anderen bei impulse 10, unserer ersten Schmalenbach-Lecture, ein Blick in die rasante Entwicklung von Technologie im Bereich Industrie und Logistik, die hier teilweise mit überraschend größeren Schritten in die Zukunft zu gehen scheinen als manche Dienstleistungsbranchen. Was bedeutet die Zukunft vernetzter, «smarter» Techniken für Arbeitskräfte, Strukturen, Umsätze – und eben auch für Wertschöpfungsketten und Finanzierung von Projekten? 

Mit Texten von ING-DIBA-Aufsichtsrat-Vositzendem Ben Tellings(zur Unternehmenskultur) und Prof. Stephan Paul (zur Industrie 4.0), zahlreichen O-Tönen der Gäste beider Veranstaltungen und vielen Photos mit der passenden Hörsaal-Stimmung gibt die kleine Broschüre einen spannenden Rückblick auf die beiden Termine im Juni und Juli – und mach Lust auf mehr. Hier gibt es sie zum Download

industrie
vier
punkt
null

neue kreditformen

für neue industrien:

artikel von

stephan paul

in der faz

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ikf w+h 13
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Die Zukunft hat längst begonnen. Durch den Einfluss der Digitalisierung verändern sich Geschäftsmodelle, Produkte und Leistungen sowie die Prozesse in den Unternehmen so gravierend wie seit Jahrzehnten nicht. Auch die Finanzierung steht vor radikalen Veränderungen. In «intelligenten Fabriken» (Smart Factories) kommunizieren Produkte, Transportmittel und Werkzeuge miteinander und handeln selbständig die nächsten Produktionsschritte aus. Durch horizontale Vernetzung verändert sich das Zusammenspiel der Unternehmung sowohl mit Lieferanten oder anderen Kooperationspartnern als auch den Kunden. Was bedeuten diese Netzwerkeffekte aus Sicht der Banken für Risiko, Laufzeit und Volumen der Kredite?

Warum  «Industrie 4.0» radikale Umwälzungen für die Geschäftsmodelle nahezu aller Branchen und damit eben auch der Kreditbranche mit sich bringt, die angemessen radikal auf die stattfindenden und kommenden Umwälzungen in Logistik und Produktion ihr Produktportfolio überdenken müssen, erörtert Stephan Paul in einem Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 6. Juni 2016, zeitlich passend zur an diesem Zeitpunkt im überfüllten Hörsaal der RUB stattfindenden impulse 10, bei der führende Köpfe aus Banking, Industrie und Wissenschaft das Thema vertieften. 

ikf°impulse 10
intelligenz

digitalisierung, industrie 4.0

und zukunft der

unternehmensfinanzierung

ikf°Schmalenbach-Lecture 01

06 / 06/ 2016

10:00

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ikf w+h 12
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Schöne neue Welt: Autonom fahrende Autos, miteinander kommunizierende Maschinen, sich selbst steuernde, cyberphysische Systeme, Smart Factory, Big Data und das Internet der Dinge: Nur wenige Themen beschäftigen die gewerbliche Wirtschaft in Deutschland derzeit so intensiv wie die «Industrie 4.0». Durch den Einfluss der Digitalisierung verändern sich Geschäftsmodelle, Produkte und Leistungen sowie vor allem die Prozesse in den Unternehmen so gravierend wie seit Jahrzehnten nicht mehr. 

   «Finance has to fit to the business»: Was bedeutet dieser Umbruch für die Unternehmensfinanzierung? Und was verändert sich für die Kreditinstitute, die im bankdominierten deutschen Finanzsystem den Löwenanteil des Fremdkapitals bereitstellen? Die Digitalisierung der industriellen Wertschöpfungsketten führt zu einer wesentlich stärkeren inner- und überbetrieblichen Vernetzung – häufig unter Einbindung von innovativen Start-ups. Unternehmensübergreifende Kooperationen sind eine Herausforderung für das Bankenrating: Die klassische Unternehmensfinanzierung wird immer mehr zur Projektfinanzierung. Natürlich wird es nach wie vor einen Bodensatz der Finanzierung für das Working Capital des einzelnen Unternehmens geben müssen. Größere Investitionen werden aber zunehmend im Netzwerk mehrerer Unternehmen getätigt, so dass die Abhängigkeit von der Qualität der Partner steigt. Für den Erfolg des Projekts und damit die Fähigkeit zur Zahlung der Kreditverpflichtungen ist damit nicht mehr nur ein einzelner Spieler, sondern das Geflecht der Beteiligten – mit zum Teil unterschiedlichen Bonitäten – verantwortlich. 

Auf Unternehmensseite gewinnt durch diese Veränderungen die Qualität der Finanzkommunikation an Bedeutung, bei der die regelmäßigen Studien unseres Instituts schon seit langer Zeit Nachholbedarf speziell im Mittelstand identifizieren. In Zeiten erhöhter technologischer Unsicherheit muss für ein gutes Rating aber noch aktiver informiert werden. Spiegelbildlich verändern sich Anforderungen an die Risikomanager bei der Weiterentwicklung der Ratingverfahren sowie die Firmenkundenbetreuer der Banken. 

Am 6. Juni diskutierten im überfüllten Hörsaal an der RUB Experten aus Industrie, Banking- und Wissenschaft die Herausforderungen für Real- und Kreditwirtschaft.

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Impulsvortrag

Ulrich Grillo
Präsident, 
Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.

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Podiumsdiskussion

Ulrich Grillo


Christian Sewing
Mitglied des Vorstands 
Deutsche Bank AG


Prof. Dr. Michael Henke

Lehrstuhl für Unternehmenslogistik 
TU Dortmund
Leiter des Fraunhofer-Instituts für 
Materialfluss und Logistik

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Moderation  

Prof. Dr. Stephan Paul

ikf°impulse 09
kultur

zwischen risikobremse 

und innovationstreiber

09 / 05/ 2016

18:00

hgb 10

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ikf w+h 14
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Seit der Finanzkrise wird immer stärker gefragt, inwiefern Banken – unabhängig von der ausufernden staatlichen Regulierung – auch einen präventiven «Selbstschutz» aufbauen können, um sich gegenüber Risiken zu wappnen. Dabei geraten vor allem die bei einzelnen Häusern schlagend gewordenen Reputationsrisiken in den Blick, die man mit den klassischen Instrumenten zur Steuerung von Finanzrisiken nicht in den Griff bekommen kann. Auch bei zahlreichen realwirtschaftlichen Unternehmen wurde das Thema der Reputationsschäden infolge von öffentlichkeitswirksamen Skandalen im letzten Jahr sichtbar.

 Die Gruppe der 30 weltweit größten Banken hat hierzu 2015 einen vielbeachteten Report vorgelegt, in dem sie die Frage aufwirft, inwiefern die Unternehmenskultur – also die von den Mitarbeitern verfolgten Werte, Normen, Denk- und Handlungsweisen – der Risikobegrenzung dienen kann. Der Report enthält positive und negative Beispiele aus den befragten Kreditinstituten, die als Anregung für die Banken dienen sollen, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Es wird indes auch empfohlen, dass sich die Regulierungsbehörden verstärkt der Bankkultur zuwenden und diese zu einem Untersuchungsfeld machen sollen. 

 Parallel zu dieser Diskussion rückt die Kulturfrage mit Bezug auf die Digitalisierung des Bankgeschäfts verstärkt in den Blickpunkt. Im Gegensatz zu den sogenannten FinTechs wird den etablierten Banken eine zu geringe Innovationskraft nachgesagt und gefragt, wie die Unternehmenskultur sich verändern muss, um mehr kreative Potenziale freizusetzen.

 Auf den ersten Blick lassen sich diese beiden Anforderungen an die Unternehmenskultur nur schwer miteinander vereinbaren: eine eher defensive Grundausrichtung mit Blick auf die Risikoprävention, eine eher offensive in Bezug auf die aus Innovationen resultierenden Geschäftschancen.

Wie kann die Bankkultur so ausgestaltet werden, dass sie zugleich Risikobremse und Innovationstreiber sein kann – und wie lassen sich neue Talente motiviert in die Welt des Banking bringen. Kritische Antwort und hoffnungsvollen Ausblick zu diesen Fragen gaben am Montag Abend zwei Impulsvorträge von Gert Häusler und Ben Tellings sowie eine gut gelaunte Podiumsdiskussion unter Beteiligung von Christian Hoppe und Franz Welter.


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Impulsvorträge

Gert Häusler
Vorsitzender des Aufsichtsrats,
BayernLB,
und Vice Chairman,
Group of Thirty


Ben Tellings
Vorsitzender des Aufsichtsrats,
ING-DiBa


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Podiumsdiskussion

Christian Hoppe
Founder Director, 
Main Incubator GmbH


Franz Welter
Abteilungsleiter Innovation und Digitalisierung,
DZ BANK AG


Moderation  

Prof. Dr. Stephan Paul

angriff ist die beste verteidigung

artikel von stephan paul in der bz

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ikf w+h 15
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Die Digitalisierung von Finanzdienstleistungen ist derzeit einer der stärksten Treiber für die Entwicklung der Kreditwirtschaft. Wie in anderen Branchen – Musik, Handel, Verlage – wurde der Trend zunächst unterschätzt. Im Banking wie im Fußball gilt deshalb: Die Zeiten des Catenaccios, bei dem die Abwehrriegel die dominanten Mannschaftsteile darstellten, sind vorbei. Um vom Getriebenen zum Treiber in der Finanzwelt zu werden, ist ein offensiveres «Spielsystem» erforderlich.

Prof. Stephan Paul erklärt in der Börsenzeitung vom 27. Juni 2015 umfassend, mit welchen Leitprinzipien die Banken sich für das digitale Zeitalter besser aufstellen können und warum unter anderem Tempo, Nähe, Individualität und Einfachheit (und damit oft die Qualität der Mitarbeiter) Key-Faktoren für dieses neue Offensivspiel der Branche sind. Eine PDF des Artikels finden Sie hier.

banken und verbraucher

wie gelingt die digitale (r)evolution?

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«Digitalisierung – wohl kein anderer Begriff steht derzeit so zentral für die künftigen Herausforderungen und Chancen in der Finanzbranche. Einerseits ermöglicht die Technisierung von Bankgeschäften, Kunden noch individueller und effizienter zu betreuen. Andererseits: Wie tief dürfen Finanzinstitute in das Leben ihrer Kunden eindringen und was geschieht mit den ermittelten Daten? (…)»

Der Bankenverband, die ING-DiBa und das Institut für bankhistorische Forschung luden ein zu einem Gespräch am 9. Juni 2015 in Berlin. Referenten waren unter anderemRoland Boekhout, Vorsitzender des Vorstands, ING-DiBa AG, Dr. Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer und Mitglied des Vorstands, Bundesverband deutscher Banken und Prof. Stephan Paul, Lehrstuhl für Finanzierung und Kreditwirtschaft der Ruhr-Universität Bochum. Den Vortrag «Meilensteine und Herausforderungen im Retail Banking» von Prof. Stephan Paul finden Sie hier

ikf° auf der BlauPause

Umfrage digitales Banking

per Live-Säulendiagramm

06 / 06/ 2015

Am 6. Juni 2015 wurde auf der BlauPause, der Festmeile zum 50-jährigen Geburtstag der Ruhr-Universität, mit zahlreichen Besuchern gefeiert. Am ikf°-Stand wurden die Besucher aufgefordert, ihre Einschätzung zum Thema Digitalisierung im Finanzsektor abzugeben. Dazu wurde ein Live-Säulen-Diagramm eingesetzt, bei dem anhand von farbigen Scheiben, die in Plexiglasröhren geworfen werden konnten, Zustimmung oder Ablehnung zu den einzelnen Thesen signalisiert werden konnte. Diese Aktion hat bei den Besuchern, gerade auch in Hinblick auf die aktuelle Brisanz der Thematik, großes Interesse hervorgerufen.

      Es standen sechs Statements rund um das Thema Digitalisierung in der Finanzindustrie und FinTechs zur Auswahl. Die insgesamt stärkste Zustimmung gab es für die These «Der Staat muss mehr tun, uns Verbraucher bei Finanzgeschäften zu schützen», gefolgt von «Bei Bankgeschäften möchte ich persönliche Beratung»

Auf dem dritten Platz lag die Aussage «Bei niedrigen Zinsen vertraue ich mein Geld nicht mehr Banken an», dicht gefolgt von «Für Finanzgeschäfte braucht man Banken und Sparkassen, weil sie sicherer sind». Weniger wurden die Aussagen «Ich brauche keine Bankfilialen mehr» und «Bezahlen und Überweisen möchte ich künftig nur noch über mein Handy» getroffen.

      Die Farbe der eingeworfenen Scheiben zeigte an, zu welcher Altersgruppe die oder der Befragte gehörte: 65 Jahre oder älter (Schwarz), 45—64 Jahre (Weiß), 30—44 (Gelb), 18—29 (Rot) oder 17 Jahre und jünger (Orange-Grün). Sowohl die älteste, als auch die jüngste Teilnehmergruppe war überwiegend der Ansicht, dass sie sich bei Bankgeschäften persönliche Beratung wünschen. Die Altersgruppen zwischen 18 und 64 Jahren stimmten mehrheitlich zu, dass der Staat die Verbraucher bei Finanzgeschäften stärker schützen müsse.

      Das Team des ikf° bedankt sich bei allen Gästen für die aktive Teilnahme – es war ein toller Tag auf der Festmeile!

wissen und handeln 14
treiber

Wildwest im Digital Banking?
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Stephan Paul,
Dr. Christian Brauckmann,
Franz Cong Bùi,
Fabian Prystav,
Philipp Doering
und
Michael Meister

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FinTechs schießen wie Pilze aus dem Boden, treiben die radikalen Veränderungen in der Kreditwirtschaft und sorgen dafür, dass die Claims neu abgesteckt werden. Wer profitiert vom neuen Goldrausch, und wer bleibt auf der Strecke? Für das ikf° bildet diese Entwicklung seit dem letzten Jahr einen neuen thematischen Schwerpunkt unserer Forschung. Dazu mischen wir in der aktuellen wissen und handeln zwei Berichte über laufende Forschungsarbeiten des ikf° mit einem Meinungsbeitrag aus der Kreditwirtschaft und zwei Werkstattberichten. 

Dr. Christian Brauckmann, Mitglied des Vorstands der WGZ Bank und Mitglied des ikf°-Verwaltungsrates zeigt in seinem Überblick, an welchen Angriffspunkten FinTechs die «Banken unter Druck» setzen.

Franz Công Bùi berichtet aus dem Maschinenraum eines Start-ups im Zahlungsverkehr.

Fabian Prystav untersucht experimentell, welche Informationen von Investoren auf Kreditplattformen bei ihren Dispositionen tatsächlich verarbeitet werden.

Philipp Doering analysiert unterschiedliche Formen des Vermögensmanagements über Social-Trading-Plattformen.

Michael Meister, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, skizziert, wie das Kleinanlegerschutzgesetz Regelungslücken – vor allem im Crowdinvesting – schließen soll.

ikf°impulse 08
treiber

wilder westen im digital banking?

11 / 05/ 2015

17:30

hga 10

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eintritt frei

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Der Nebel lichtet sich. Wurden die Jahre 2013 und 2014 in der Wahrnehmung der Kreditwirtschaft noch ganz dominiert von Fragen der Basel III-Umsetzung, der Stresstests sowie der Europäisierung der Bankenaufsicht, rückt nun die Digitalisierung des Bankgeschäfts immer stärker in den Vordergrund, erweist sich als Existenzfrage der Branche. Mit zuvor ungeahnter Dynamik werden die etablierten Spieler aus immer mehr Richtungen immer heftiger attackiert. So sollen derzeit geschätzt 12 000 Start-Ups weltweit in die Domäne der klassischen Banken vordringen wollen. Überall schießen Ideenlabore aus dem Boden, die neue digitalisierte Finanzlösungen entwickeln. Vier FinTech-Typen schälen sich dabei heraus. Sie setzen erstens bei Zahlungsverkehrslösungen an – besonders bedrohlich für Kreditinstitute, denn es besteht die Gefahr, Provisionen in erheblichem Ausmaß sowie Kundendaten zu verlieren. Allein PayPal verzeichnet über zwanzig Millionen Kunden in Deutschland. Zweitens verbreiten sich Kreditplattformen wie auxmoney, auf denen insbesondere Privatpersonen Fremdkapital auch in kleinen Beträgen und für ungewöhnliche Projekte und Laufzeiten erhalten. Über FinTechs wie Seedmatch ist es – drittens – mittlerweile möglich, außerhalb der Börse Unternehmensanteile zu platzieren. Und Plattformen wie eToro übertragen viertens das Facebook-Prinzip auf die Vermögensanlage, indem Private in ihren Depots die Entscheidungen erfolgreicher Trader spiegeln können.

      Die etablierten Anbieter müssen auf diese Herausforderung reagieren, zumal die Bedrohung nicht nur auf das Privatkundengeschäft beschränkt bleibt, sondern – so zeigen- auch die Gründungen von Konzernbanken wie Trumpf Financial- Services – in das Firmenkundengeschäft hineinragt. Sie tun es von der Anpassung der analogen Kapazitäten in den Filialen und parallelen Ausweitung schon bestehender Angebote, über die Kooperation mit FinTechs, beispielweise im Zahlungsverkehr bis hin zur Gründung von Inkubatoren zur eigenen Entwicklung innovativer Ideen.

Am 11. Mai 2015 versammelten wir die wichtigsten Treiber der hiesigen Szene zu einem FinTech-Gipfel in Bochum. Die Neugier, die Köpfe hinter Plattformen wie Seedmatch, PayPal, auxmoney und Trumpf Financial Services selber live kennen zu lernen, lockte sowohl die Bochumer Studierenden in Scharen als auch zahlreiche Bank-Profis in den Hörsaal. Als die Sitzreihen voll waren, wich man auf die Treppenaufgänge aus. Nach einer kurzen Vorstellung der eigenen Geschäftsmodelle, wurde in einer anregenden Diskussion unter anderem darüber diskutiert, in welche Richtung sich Geschäftsmodelle von FinTechs weiterentwickeln werden, welche strategischen Antworten die etablierten Spieler finden können und wie der Regulator – vor Ort vertreten durch den Exekutivdirektor Bandenaufsicht der BaFin, Herrn Raimund Röseler – auf den Aufstieg der FinTechs reagieren wird. Die zahlreichen Fragen aus dem Publikum, für die die Zeit nicht mehr reichte, konnten anschließend am Buffet diskutiert werden.

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Podiumsdiskussion

Hans-Joachim Dörr
Geschäftsführer, 
Trumpf Financial Services GmbH


Arnulf Keese
VP & General Manager 
de / at / ch, 
PayPal Deutschland GmbH


Peter Godulla
Kooperationsmanager, 
auxmoney GmbH

Jens-Uwe Sauer 
Geschäftsführer, 
Seedmatch GmbH

Raimund Röseler
Exekutivdirektor Bankenaufsicht, 
BaFin


Moderation

Prof. Dr. Stephan Paul

der Startschuss ist gefallen:
die neue europäische Bankenaufsicht

der impulsvortrag von

dr. andreas dombret

bei der ikf°impulse07

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Einen noch besseren Termin für eine so fundierte Insidersicht auf die EZB gab es wahrscheinlich noch nie: Vor einem bunt gemischten und vor allem auch gespannten Publikum aus Studenten und Bankenprofis gab Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank Dr. Andreas Dombret einen Überblick über die Bedeutung der neuen Aufsichtsrolle der EZB. In seinem Vortrag und dem anschließenden Fachgespräch und Q&A gab der als Deutschamerikaner mit einer einzigartigen Perspektive auf die Finanzmarktkrise ausgestattete Spitzenbänker einen beherzten und sympathischen Einblick in die Prozesse, Chancen und Risiken einer zentralen Umwälzung des Finanzmarktes, die den Alltag fast jeden Europäers betreffen wird. 

1 Einleitung

Sehr geehrte Damen und Herren, ich freue mich, heute an der Ruhr-Universität Bochum zu sein. Im Jahr 1962 hat die Ruhr-Universität als erste neugegründete Universität der Bundesrepublik eine Pionierrolle eingenommen. Und eine ähnliche Pionierrolle nimmt mit dem heutigen Tag die EZB ein. Sie ist ab dem heutigen Dienstag für die direkte Aufsicht über die größten Banken des Euro-Raums zuständig. Allerdings hoffe ich nicht, dass der EZB, so wie damals der Ruhr-Universität, noch weitere Neugründungen folgen werden.

Heute beginnt also eine europäische Zeitrechnung für die Bankenaufsicht. Ich übertreibe wohl nicht, wenn ich die europäische Bankenaufsicht als das ehrgeizigste europäische Projekt seit Einführung des Euro bezeichne. Für mich ist ihre Errichtung ein ebenso notwendiger wie logischer Schritt. Eine einheitliche Geldpolitik braucht integrierte Finanzmärkte und dazu gehört auch eine gemeinsame Bankenaufsicht. Doch die europäische Bankenaufsicht ist nur der erste Schritt. Ziel ist es, eine ganze Bankenunion zu errichten. Und diese Bankenunion ruht auf zwei Säulen: auf der europäischen Bankenaufsicht und auf einem europäischen Abwicklungsmechanismus für Banken. Die erste Säule errichten wir heute, die zweite Säule wird Anfang 2016 errichtet.

Bevor wir nun über die neue europäische Bankenaufsicht im Einzelnen sprechen, lassen Sie uns einen kurzen Blick zurück werfen.

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ikf°impulse 07
stabilität

startschuss der

europäischen finanzaufsicht

04 / 11 / 2014

17:00

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Der 4. November 2014 ist ein historisches Datum, denn an diesem Tag soll die Europäische Zentralbank (EZB) mit der Beaufsichtigung bedeutender Banken im Euroraum beginnen. Die Vorbereitungen hierzu laufen schon seit Monaten auf Hochtouren und halten die Finanzindustrie in Atem. Im Oktober will die EZB die Ergebnisse der bisher in nicht gekanntem Umfang durchgeführten Stresstests und Asset Quality Reviews veröffentlichen, deren Methodik in der Bankenbranche stark umstritten war. Spätestens dann wird auch für eine breitere Öffentlichkeit ersichtlich werden, welche Banken nach Ansicht der Aufseher zusätzlichen Kapitalbedarf aufweisen. Binnen zweier Wochen müssen die betroffenen Institute Pläne zur Aufstockung ihres Eigenkapitals einreichen. Wie der Finanzmarkt auf diese Informationen reagieren wird, ist bislang völlig offen. Direkt von der Beaufsichtigung der EZB – und dementsprechend auch den Prüfungen im Vorfeld – betroffen sind gut 120 europäische Banken, 24 davon in der Bundesrepublik. Die EZB besitzt aber zukünftig nicht nur ein Selbsteintritts­recht, auf dessen Basis sie theoretisch jede Bank einer Prüfung unterziehen kann. Ihr kommt auch gegenüber den nationalen Aufsichten eine führende Rolle zu, deren genaue Ausgestaltung sich erst noch entwickeln muss. Gravierende Konsequenzen für die Bankenaufseher in den beteiligten Ländern zeichnen sich jedoch schon ab. Auch hier zu Lande wird diskutiert, welches Gewicht die beiden bisherigen Institutionen – BaFin und Bundesbank – künftig noch besitzen werden. Nach der Verabschiedung der neuen Eigenkapital- und Liquiditätsregeln ist die Verankerung der Aufsicht über systemrelevante Banken bei der EZB der zweite Meilenstein der Bankenunion.

 Weitere bedeutende Reformen auf der institutionellen Ebene – wie der gemeinsame Abwicklungsmechanismus – sind bereits beschlossen, über andere (wie die einheitliche Einlagensicherung) wird noch gestritten. Inwieweit passen die einzelnen Teile der neuen Regulierungen, die in den letzten Jahren bereits verabschiedet wurden oder es noch werden überhaupt so zueinander, dass man dem proklamierten Ziel der Finanzmarktstabilität näher kommt? Wie radikal wird sich vor diesem Hintergrund die Finanzaufsicht, die seit der Krise einer großen Baustelle gleicht, verändern? Und was bedeuten diese Veränderungen, vor allem die neue Rolle der EZB für den Kurs und die Wirksamkeit der Geldpolitik? 

     Passend zum offiziellen Startschuss der Ära EZB in der Bankenaufsicht sprachen drei führende Köpfe Zentralbank, Kreditwirtschaft und Wissenschaft über «Finanzaufsicht und -stabilität – was ist erreicht, was muss noch geschehen?», mit offenen Worten, vorsichtiger Hoffnung, realistischer Kritik und vor allem viel Freude am Austausch. 

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Impulsvorträge und Podiumsdiskussion


Dr. Andreas Dombret

Mitglied des Vorstands,

Deutsche Bundesbank


Dr. Lutz Raettig

Sprecher des Präsidiums und Vorsitzender des Aufsichtsrats,

Morgan Stanley Bank AG 


Prof. Dr. Michael Roos

Lehrstuhl für Makroökonomik,

Ruhr-Universität Bochum


Moderation

Prof. Dr. Stephan Paul

wissen und handeln 13
perspektiven

Banking ohne Banken?

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Fabian Prystav,

Stephan Paul und

Stefan Stein

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«Neue Konkurrenz für Banken», «Die Bankenstürmer», «Bye, bye banks» – die Schlagzeilen der Wirtschaftspresse in den vergangenen Monaten erwecken den Eindruck, den etablierten Banken habe ihr letztes Stündlein geschlagen. Schnellere, einfachere, transparentere und vor allem preislich günstigere Leistungen – das versprechen die «neuen Banken». Tatsächlich verändert sich derzeit vor allem der Zahlungsverkehr immer mehr durch branchenfremde Anbieter, vielfach Ableger von Netzgiganten, die rasant wachsende Bezahlplattformen im Internet aufgebaut haben. Aber auch Geschäfte, von denen man bisher annahm, sie ließen sich nur über Filialen abwickeln, sind mittlerweile mit einigen wenigen Mausklicks von zuhause oder unterwegs aus zu erledigen – sogar so komplexe Dienstleistungen wie Baufinanzierungen. Und wer heute als Unternehmer Aktien ausgeben oder Anleihen platzieren möchte, muss dabei nicht mehr zwangsläufig auf Banken zurückgreifen. Neue Finanzierungswege des Crowd Financing erschließen Firmen in breitem Maße und kostengünstig Investorenkreise über das Internet. Allein 2013 sind über solche Schwarmfinanzierungen weltweit mehr als fünf Milliarden Dollar eingesammelt worden.

In der 13. Wissen und Handeln betrachten Fabian Prystav, Stephan Paul und Stefan Stein die Dichotomie zwischen den Geschäftsmodellen des klassischen und den «neuen»  digitalen Finanzspezialisten. Diese «neuen Banken», von Technologieverfügbarkeit, Regulierungsintensität und Kundenemanzipation beeinflusst, werden vorgestellt und auf ihre Geschäftsmodelle abgeklopft. Ob alternative Bezahlmethoden oder Schwarm-Wagnisfinanzierer, Social Trading oder Community Banking, die neue W&H zeigt, wie die Digitalisierung in der Bankenbranche angekommen ist und welche Zukunftsmodelle sich daraus ergeben könnten. Werden die «Neuen» die «Alten» verdrängen? Sind dramatische Branchenveränderungen wie im Handel mit Büchern, Musik und Mode zu befürchten? Wie radikal müssen Banken ihre traditionellen Geschäftsmodelle ändern?

ikf°impulse 06
perspektiven

wozu braucht man (noch) Banken?

09 / 05 / 2014

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«Banking is necessary, banks are not» – erfüllt sich diese Prognose Bill Gates’ aus dem Jahre 2000 ein gutes Jahrzehnt später? Wird damit sogar die düstere Prophezeiung Ulrich Cartellieris an Dramatik übertroffen, der den Banken bei einem Vortrag an der Ruhr-Universität schon 1990 eine Entwicklung wie in der Stahlindustrie­ voraussagte? Tatsächlich verändert sich derzeit vor allem der Zahlungsverkehr immer mehr durch branchenfremde Anbieter, vielfach Ableger von Netzgiganten, die rasant wachsende Bezahlplattformen im Internet aufgebaut haben. Aber auch Geschäfte, von denen man bisher annahm, sie ließen sich nur über Filialen abwickeln, sind mittlerweile mit einigen wenigen Mausklicks von zuhause oder unterwegs aus zu erledigen – sogar so komplexe Dienstleistungen wie Baufinanzierungen. Und wer heute als Unternehmer Aktien ausgeben oder Anleihen platzieren möchte, muss dabei nicht mehr zwangsläufig auf Banken zurückgreifen. Neue Finanzierungswege des Crowd Financing erschließen Firmen in breitem Maße und kostengünstig Investorenkreise über das Internet. Die traditionellen Banken haben deshalb massiv in den Ausbau elektronischer Vertriebswege investiert, sehen gerade in dem von ihnen angebotenen Miteinander von Filiale und Internet einen besonderen Wettbewerbsvorteil. Der Kunde soll immer und überall sämtliche Leistungen des Sortiments nachfragen können. Doch nehmen die Kunden diesen Vorteil genauso wahr? Sind die daraus resultierenden Kosten noch zu schultern?

 Gerade in Niedrigzinszeiten mit entsprechendem Margendruck und sprunghaft gestiegenen Belastungen aus der verschärften Regulierung sind möglicherweise eher Konsolidierungs- als expansive «Multikanal»-Strategien angezeigt. Und auch der Ruf nach einem strenger gehandhabten Datenschutz setzt einer weiteren Digitalisierung und Nutzung von «Big Data» Grenzen – gerade, wenn Banken verloren gegangenes Vertrauen wieder zurückgewinnen und Kunden­bindung stärken wollen. Müssen also die Sparkassen, Genossenschafts- und Privatbanken ihre Geschäftsmodelle viel radikaler als bisher umbauen?

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Zum 40. Jubiläum des ikf° trafen im vollbesetzten Hörsaal der Ruhr-Uni nicht nur Studenten und Banking-Profis aufeinander, sondern auch die führenden Köpfe zentraler aktueller Bankmodelle auf Kritik an ihrer Zukunftsfähigkeit, die Moderator Carsten Knop mit dem Zustand der Zeitungsbranche vor einigen Jahren verglich. Mit kritischen Tönen, aber auch gut aufgelegt erläuterten die Gäste ihre digitalen Konzepte, warben um das Image des Bänkers, analysieren den eigenen Kulturwandel, das Miteinander von Filialen und der 24-Stunden-Präsenz im Online-Banking – und sahen sich für die Zukunft gut aufgestellt.

bankenregulierung am scheideweg

kommentar im ifo-schnelldienst

In der Bankenregulierung tobt derzeit ein Kampf um das richtige Konzept zur Bankenregulierung. Dies überrascht insofern, als die umfangreiche Neufassung der Regeln zur Bankenaufsicht («Basel III») gerade jüngst vor der Sommerpause umgesetzt wurde: erst in der Europäischen Union (Verordnung der Richtlinie) und dann in Deutschland (CRD IV-Umsetzungsgesetz). Im Kern geht es dabei um die Frage, ob der mit Basel III verfolgte Ansatz der am Risiko der jeweiligen Bank orientierten Eigenkapitalunterlegung ausgebaut oder eine nicht-risikoorientierte Kennziffer wie das Leverage Ratio (bilanzielles Eigenkapital zu Geschäftsvolumen) die zentrale Kennzahl für die Bankenaufsicht darstellen soll.

Während das Basel-III-Paket eher unentschieden Elemente aus beiden Richtungen enthält, sprechen sich immer weitere Teile der Wissenschaft und Politik für die Leverage Ratio aus. Der Basler Ausschuss hat nun im Juli selbst ein Konsultationspapier zur «Diskussion über ein ausgewogenes Verhältnis von Risikosensitivität, Einfachheit und Vergleichbarkeit in der Basler Eigenkapitalregelung vorgelegt», in dem die Frage nach dem künftigen Weg der Regulierung aufgeworfen wird (vgl. Basel Commitee on Banking Supervision 2013d). Welcher Pfad der Richtige ist, diskutieren kritisch Prof. Dr. Stephan Paul und Prof. Dr. Stefan Stein.

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Paul, Stephan/ Stein, Stefan (2013): Kommentar: Bankenregulierung am Scheideweg, in: ifo Schnelldienst, 66 Jg., 2013, Nr. 16, S. 25-30.

erfahrungsberichte

einblick in die praxis im wintersemester 13/14

Aktives versus passives Portfolio-Management — 
Lehren aus der Finanzmarktkrise

09.12.2013, 16:00 Uhr, HGC 50

Ingo R. Mainert, Managing Director, CIO Balanced Europe,

Allianz Global Investors, Europe GmbH

Thomas Meyer zu Drewer, Geschäftsführer, Head of ComStage ETFs, Commerzbank AG


Ist die Kapitalmarkttheorie noch nützlich?

16.12.2013, 16:00 Uhr, HGC 50

Dr. Gerhard Schmitz, Mitglied des Vorstands,

Continentale Versicherungsverbund auf Gegenseitigkeit


Zur Finanzstrategie einer Unternehmung

20.01.2014, 16:00 Uhr, HGC 50

Dr. A. Stefan Kirsten, Mitglied des Vorstands, Deutsche Annington Immobilien SE


Zum Börsengang eines Unternehmen

28.01.2014, 16:00 Uhr, HZO 20

Dr. A. Stefan Kirsten, Mitglied des Vorstands, Deutsche Annington Immobilien SE


Risikoaggregation und Risikotragfähigkeitsanalyse

29.01.2014, 12:00 Uhr, B2/1

Oliver Ewald, Head of Group Risk Controlling & Capital Management, Commerzbank AG


Projektfinanzierung von erneuerbaren Energien — 
Methodik und Fallbeispiele

03.02.2014, 16:00 Uhr, HGC 50

Dr. Norbert Schraad, Mitglied des Vorstands, Helaba Landesbank 
Hessen-Thüringen.

auf die größe kommt es an

mittelstandsprivilegien im rahmen von basel III und die auswirkungen auf die kosten von unternehmenskrediten

Mittlerweile wurde Basel III im EU-Amtsblatt veröffentlicht und wird zum 1.1.2014 mit einem Jahr Verspätung in Kraft treten. Die ursprünglichen Baseler Vorschläge wurden auf EU-Ebene um Corporate-Governance-Vorschriften für Banken, Regelungen zu Kapitalpuffern für systemische Risiken, Ausgleichsregelungen bei Kreditvergaben an mittelständische Unternehmen und eine strengere Liquiditätsbedarfsanforderung ergänzt. Prof. Dr. Stephan Paul, Prof. Dr. Stefan Stein und Prof. Dr. Daniel Kaltofen stellen in diesem Beitrag wesentliche Vereinbarungen aktualisiert dar und legen besonderes Augenmerk auf die Vergünstigungen, die das mittelständische Kreditgeschäft erfährt.

Im Ergebnis kommt es künftig stärker auf die Größe an: Die im Kreditzins kalkulierten Eigenkapitalkosten der Bank hängen außer von der Bonität des Kreditnehmers stärker von der Größe des Mittelständlers (Firmenumsatz und Kreditvolumen) und der seiner Bank (Eigenkapitalzuschläge für die Systemrelevanz) ab.

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Paul, Stephan/ Stein, Stefan/ Kaltofen, Daniel (2013): Auf die Größe kommt es an: Mittelstandsprivilegien im Rahmen von Basel III und die Auswirkung auf die Kosten von Unternehmenskrediten, in: Deutsches Steuerrecht Nr. 35/2013, S. 1849—1856.

forschen. wissen.
handeln. informieren.

institut

forschen

Das ikf° schaut hin. Das institut für kredit- und finanzwirtschaft an der Ruhr- Universität Bochum befasst sich seit 40 Jahren mit den Kernthemen, die die Branche bewegen. Ob Regulierung, Wert- und Risikomanagement oder Finanzkommunikation – wir arbeiten mit wissenschaftlicher Präzision an der Schnittstelle von Theorie und Praxis, nicht nur auf der Höhe der Zeit, sondern den Entwicklungen einen Schritt voraus. Die nötige Bodenhaftung und Unabhängigkeit geben uns dabei unsere solide Verankerung in allen Sektoren der Kredit- und Finanzwirtschaft und unser akademischer Background, der uns zu ehrlicher, genauer, überprüfbarer Arbeit verpflichtet.

Das ikf° arbeitet:

Präzise – sektorneutral und wissenschaftlich seriös an der ­Schnitt­stelle von Theorie und Praxis.

Lebendig und spannend, indem wir Hörsäle mit Managementerfahrung füllen und komplexe Finanzprozesse­ ­verständlich in die Medien bringen.

Multilateral – in der Verknüpfung von Finanzinstituten­ mit Studenten, ­Unternehmern, Politikern und Bürgern. Wir helfen Instituten­ und lehren zugleich die ­Topmitarbeiter von Morgen­.

Gerade in der Finanzindustrie sieht vieles selbst für Insider auf den ersten Blick unge­ordnet und zufällig­ aus. Etwa in der Regulierung zwischen Politik und Finanzbranche oder in der Kommunikation­ zwischen Kapitalgebern und Firmenkunden – oft, weil beide Seiten einander nicht verstehen. Durch die Arbeit des Wissenschaftlers entstehen hier anhand realer Probleme qualitative und quantitative Forschungs­ergebnisse, die helfen, die scheinbare Unübersichtlichkeit der Realität zu ordnen und zu verstehen.

In Umfragen, Einzel­gesprächen und quantitativen Analysen messen wir z.B. die Qualität der Beratung der Banken im Firmen- und Privatkundengeschäft oder die Qualität der Bankenaufsicht und decken so auf, wo die Probleme wirklich liegen und welche Strategien auf beiden Seiten zu Lösungen führen. Aus evolutions­ökonomischer und ordnungspolitischer Grundsatzperspektive­ und detaillierter universitärer Forschung werden beim ikf°Erkentnisse gewonnen, die wieder in das Spiel der Partner am Markt zurückstrahlen.

wissen

Das ikf° schafft Ordnung. Forschung ist für uns nicht Selbstzweck, sondern Lösungs­methode. Aus der Analyse der Marktstruk­turen ergeben sich Muster und Strömungen, aus denen man die Themen lesen kann, die morgen wichtig sind. Wer detailliert verstanden hat, wie ein «Muster» entstanden ist, wird mit guter Wahrscheinlichkeit vorher­sagen können, welche Konfiguration sich als nächstes ergeben könnte und wie man sich auf diese Veränderung vorbereiten kann. Wenn aus Forschung Wissen wird, geht es also auch um das Aufzeigen von Wegen zur Bewältigung von Problemen im unternehmerischen Wettbewerb. 

Das ikf° bietet:

Know-how eines großen Forschungs- und Weiterbildungsinstituts.

Forschung als Ideenlabor für die Praxis und zur Problembewältigung.

Gradmesser der Branchenentwicklungen mit ­wissen­schaftlicher Methodik­ in ­rigoroser Darstellung.

Kommunikation der Ergebnisse in ­öffentlichkeitswirksamen Formaten. 

Vernetzung – getragen von 60 Kreditinstituten, Versicherungen und Verbänden als Mitglieder.

Für Banken und Versicherungen ist die Regulierung heute der Haupttreiber der Veränderungsprozesse. Sie beeinflusst das gesamte Spektrum ihrer Aktivitäten: Risikomanagement, Rechnungswesen, Vertrieb/Marketing und Controlling sind nur vier vitale Bereiche, die zentral von nationalen und internatio­nalen Regulierungsmaßnahmen betroffen sind. Deshalb sind die Spielregeln der Branche unser Kernthema. Themenführer sind wir auch im Bereich der Mittelstandsfinanzierung. Aus unserem Know-how über die Entwicklungstrends ergeben sich wertvolle Hinweise für die praktische Arbeit der Unternehmen bei der Formulierung von Finanzierungsstrategien und Finanzkommu­nikation.

Solide Marktbeobachtung und Leistungsdiagnostik führen uns in diesen Bereichen zu neuen, den veränderten Bedingungen gerecht werdenden Ideen für zukünftiges Verhalten und einem moderneren Verständnis für das «Spiel» am Markt. Aus der Forschung als Gradmesser der Branchenentwicklungen leiten wir pragmatische Hinweise für die Zukunft ab. Für die 60 Kreditinstitute, Versicherungen und Verbände, die Mitglieder des ikf° sind, können wir so allgemein aber auch in ganz konkreten Einzelfällen zugleich als Problemradar­, Ideenlabor und Wissenspool dienen.

handeln

Das ikf° wird aktiv. Wir bringen unsere vier Zielgruppen zusammen. Die Banken und Versicherungen, die auf Trends, Fakten und Analysen Zugriff möchten, die Unternehmen, die ihre Kommunikation mit Kapitalgebern stärken, die Studenten, die die Finanzwelt von innen erleben und die Öffentlichkeit und Politik, die sich über Themen der Finanzbranche fundiert in alltagsverständlicher Sprache informieren wollen. Wir sorgen zwischen diesen Bereichen als Kataly­sator für Mehrwert – indem wir mit gezielten Zukunftsprojekten aktiv Studenten­ und Finanzinstitute zusammenbringen, indem wir Unternehmen bei ihrer Finanz­kommunikation Hilfestellung geben und unser Know-how spezifisch einbringen.

Das ikf° wendet sich an:

Finanzinstitute, die  Trends, Fakten, ­Analysen und exklusive Beratung wollen.

Unternehmen, die ihre Kommunikation mit ­Finanzunternehmen und Kapitalgebern ­stärken wollen.

Studenten, die die Finanzwelt von innen ­erleben wollen.

Öffentlichkeit und Politik, die sich über Finanzthemen fundiert informieren will.

Nach der Finanzkrise vertrauen nur noch 42 % der Deutschen ihren Finanzunternehmen. Zu dem Imageschaden gesellen sich der zunehmende Preiswettbewerb und Innovationsdruck bei den Produkten. Die Geldinstitute und Versicherungen werden jenseits von reiner Werbung die Frage beantworten müssen, warum die Kunden sich und ihr Kapital an das jeweilige Institut binden sollen.

Fairness, Preiswertigkeit und Beratungsqualität werden zentrale Faktoren der Kundenbindung, um das rationale und emotionale Vertrauen zurück zu gewinnen. Das ikf° ist dabei mehr denn je eine Brücke zwischen der ­Finanzbranche und der «echten» Welt, klopft Klischees ab, hinterfragt Selbstverständliches, stellt infrage und gibt Antworten.

informieren

Das ikf° bringt ins Gespräch. Wissen bringt wenig, wenn man es nicht teilt. Zu unserer Rolle des kritischen Beobachters gehört auch, dass wir der Finanzindustrie zukunftsorientiert helfen, theoretische Erkenntnisse erfolgreich in die Praxis umzusetzen. Trends, Fakten, Analysen und Hilfestellung liefern wir in jeder nur denkbaren Form – Aufsätze­ in Fachzeitschriften, Arbeitsberichte, Gut­achten­, Projekt-, Bachelor- und Master­arbeiten, Dissertationen und Fallstudien. Wir wollen komplexes Wissen alltagstauglich machen und haben so während der letzten Jahre über unterschiedliche Medien eine fundierte Brücke zwischen Expertenwissen und Praxisfragen gebaut.

Das ikf° informiert:

Live mit Kongressen, Foren, Workshops vor Ort, Erfahrungsberichten von Top-Managern.

Gedruckt in Artikeln, Buchpublikationen und der wissen & handeln.

Online im Web.

Eine zentrale Informationsquelle ist unser Journal wissen&handeln, das seit bald zehn Jahren kompakt und doch detailliert aktuelle­ Themen der Finanzmärkte beleuchtet. Von Innovationen in der Kreditwirtschaft über mittelständische Eigenkapitalstrategien bis zur Krise der Finanzwirtschaft – wir sagen, was Sache ist, konsequent, glaubhaft und ehrlich. Wir reden nicht schön, aber wir diskutieren auch nicht kaputt.

Wir bringen die Macher von heute mit den Nachwuchstalenten von morgen zusammen. Bei uns sprachen Helmut Schmidt und Jean-Claude Trichet schon über die Stabilität des Euro, als von PIIGS-Ländern noch keine Rede war. Hier berichtete AirBerlin-Chef Joachim Hunold über die Schwierigkeiten, seine ersten Kredite zu bekommen. Hier gab Oliver Bierhoff der Finanzwelt Fitness-Tipps. Hier gaben sich Top-Manager aus Banken und Versicherungen die Klinke in die Hand.

fakten. trends.
wissen. inspiration.

publikationen

wissen & handeln ist unser Journal mit aktuellen Analysen und Ergebnissen aus der Arbeit des ikf°. Die Kommunikation zwischen Mittelstand und Banken, die Eurokrise aus Sicht der Kredit- und Finanzwirtschaft, aktuelle Trends im Risikomanagement – das und mehr sind die Themen, die ein bis zweimal von uns durchleuchtet werden. Das Know-How aus der Forschung, für die entscheiderische Praxis auf den Punkt gebracht.

übersicht


Die Forschungsfolgen gehen mehr in die Tiefe und bieten eine Plattform für umfassende, präzise Analysen und längerfristige Untersuchungen.


Mit Aufsätzen und Artikeln in Fachpublikationen und der Presse regt das ikf°-Team die öffentliche Diskussion über die Themen, die uns am Herzen liegen an – und sorgen im Diskurs der Fachleute für frische Informationen und Ansätze.

Frequenz wissen & handeln erscheint ein- bis zweimal im Jahr.

Inhalt Informationen, Fakten, Zahlen, ­Hintergründe.

Ziel wissen & handeln bietet entscheidungsrelevantes Know-how auf nachvollziehbare, kompakte Art und Weise. In rigo­roser Darstellung und präziser Analyse­ werden aktuelle Trends der Finanzbranchen beleuchtet und vertieft. Grafiken laden zum tieferen Einsteigen in die Materie ein.

einblicke. ausblicke.
impulse. begegnungen.

veranstaltungen

ikf°impulse ist unser Veranstaltungsformat für Vorträge, Gespräche, Diskussionen, Kennenlernen und Netzwerken. Unsere Gäste sind hochkarätige Vortragende aus der Branche, aber auch «externe» Gäste, die eine spannende Perspektive auf die Finanzwirtschaft haben. Von Helmut Schmidt bis Wolfgang Schäube, Oliver Bierhoff bis Axel Weber, Sven Giegold bis Jürgen Fitschen – das ikf° bringt Menschen auf die Bühne, die erfahren und lebendig aus der Praxis berichten und die Diskussion über Themen wie Euro-Krise, Risikomanagement und Zukunftsvisionen für Banken und Versicherungen bereichern.


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Ort Ruhr-Universität Bochum.

Formen Vorträge, Gespräche, Diskussionen, Kennenlernen, Netzwerken.

Gäste Hochkarätige Vortragende aus der Branche, aber auch «externe» Gäste.

Ziel Wissenstransfer und Zukunftsorientierung der Branche. Kontakt zwischen Studenten und Wirtschaftsprofis, Einblicke und Ausblicke ermöglichen und inspirieren.

persönlich. klar.
nah. gemeinsam.

menschen

prof. dr. stephan paul

hat seit 2000 den Lehrstuhl für Finanzierung und Kredit­wirtschaft an der Ruhr-Universität Bochum inne, ist Vorstand des ikf° und unter anderem wissenschaftlicher Leiter des Arbeitskreises «Finanzierung» der Schmalenbach-Gesellschaft. In der Forschung widmet er sich der Regulierung und dem Risikomanagement von Kreditinstituten sowie der Mittestandsfinanzierung. Seit 2010 ist er Gutachter und Berater des CRIS Special Committee on the Financial, Economic and Social Crisis des EU-Parlaments. Von den Studierenden der Fakultät wurden er und sein Team bereits zweimal zum «Lehrstuhl des Jahres» gewählt.

publikationen

prof. dr. daniel kaltofen

gehört seit 1998 dem ikf° an und hat dort 2007 die Geschäftsführung übernommen. Zuvor wurde er an der Ruhr-Universität Bochum zum Diplom-Ökonomen ausgebildet und hat dort sein Promotionsexamen abgelegt. An der Unternehmerhochschule BiTS in Iserlohn verantwortet er das Masterprogramm in Finanzmanagement und unterrichtet dort Neoclassical and Behavioral Finance. Zuvor hatte er Praxisstationen in den Düsseldorfer Hauptverwaltungen der Citibank sowie der WGZ-Bank. Seine überwiegend quantitativ geprägten Publikationen thematisieren aktuelle Fragestellungen des Risikomanagement und der Bankenregulierung.

publikationen

vorstand

Professor Dr. Stephan Paul

Ruhr-Universität Bochum

LehrstuhI für ­Finanzierung

und Kreditwirtschaft


Dr. MichaeI SchuIte

Vorsitzender des ­Vorstands

Sparkasse Vest Recklinghausen


geschäftsführung

Professor Dr. Daniel Kaltofen

ikf° und BiTS Business and

Information Technology School Iserlohn



team

Annika Säck, Dipl.-Betriebw. (FH)

Assistenz der Geschäftsführung

verwaltungsrat

Thomas Ullrich

Vorsitzender des Verwaltungsrats

Mitglied des Vorstands

DZ Bank AG, Frankfurt/Main


Sven H. Jezoreck

Stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats

Vorsitzender der Geschäftsleitung

Deutsche Bank AG, Essen


Dr. Christian Brauckmann

Mitglied des Vorstands

WGZ BANK AG, Düsseldorf


Ulrich Leitermann

Vorsitzender des Vorstands

SIGNAL IDUNA Gruppe

Hamburg/Dortmund


Michael Martens

Mitglied des Vorstands

Dortmunder Volksbank eG


Karl-Heinz Rawert

Mitglied des Vorstands

Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold eG


Wolfgang Schmitz

Mitglied des Vorstands

Kreissparkasse Köln


Jürgen Wannhoff

Vizepräsident

Sparkassenverband Westfalen-Lippe

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entdecken. jetzt.

kontakt

kontakt

ikf°

institut für kredit- und finanzwirtschaft

Ruhr-Universität Bochum

Gebäude GC 4/29

44780 Bochum

0234 322 33 20

ikf@rub.de

ansprechpartner

Prof. Dr. Stephan Paul

Geschäftsführender Vorstand

paul@ikf.rub.de

0234 322 45 08


Prof. Dr. Daniel Kaltofen

Geschäftsführer

kaltofen@ikf.rub.de

0234 322 34 28



Annika Säck
Dipl.-Betriebsw. (FH)
Assistenz der Geschäftsführung

saeck@ikf.rub.de

0234 322 33 20

impressum

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Gestaltung

nodesign.com

Programmierung

plustic.de

Photos

Bacillus sphaericus, Myxobakterien, Adenokarzinom, Hefe, Mais, Kartoffel, Tabak, Reis 

Nicole Ottawa & Oliver Meckes www.eyeofscience.de
Veranstaltungen: HD Schellnack, Sarah Brenk, Julia Kappus

Bei den Abbildungen von Rückschauen unserer Veranstaltungen gehen wir davon aus, dass nicht nur die Gäste auf dem Podium, sondern auch unsere Besucher damit einverstanden sind, journalistisch auf unserer Homepage dokumentiert zu sein. Wenn Sie ein Bild von sich entdecken und diese Abbildung nicht wünschen, bitte kontaktieren Sie uns unter ikf@rub.de und wir werden Ihr Photo umgehend entfernen.

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